Klarheit und Konsequenz

Ein Einblick in meine ganz persönlichen Erfahrungen und Beobachtungen:
Sucht jemand eine Arbeitsstelle, dann überlegt sich jeder bereits vor der Bewerbung und auch nach den Gesprächen sehr gründlich, ob das Unternehmen auch passt. Sucht der Unternehmer einen neuen Mitarbeiter, dann ist es wichtig, die Stelle mit dem Bestmöglichen zu besetzen. Der Formulierung der Stellenausschreibung, der Bewertung der Bewerbungsunterlagen, den Telefoninterviews und den persönlichen Gesprächen gilt höchste Aufmerksamkeit. Alles wird mit größter Sorgfalt bearbeitet. Beide Seiten haben größtes Interesse, eine optimale Entscheidung zu treffen.

 


Entweder es ist ein klares JA – oder es ist ein NEIN

 

Desaster

Jetzt beginnt die Probezeit. Die „Stunde der Wahrheit“ ist gekommen. Jeder ist auf den ersten Arbeitstag, die erste Woche der Gemeinsamkeit gespannt und in voller Erwartung. Jeder zeigt sich von der besten Seite und will seine Entscheidung bestätigt sehen. Zweifel werden weggedrückt: Ich sehe, was ich sehen will. Ereignisse und Unstimmigkeiten werden aus dem Bewusstsein gestrichen. Keiner will sehen, dass die Zusammenarbeit möglicherweise den Erwartungen nicht entspricht. Jeder „macht weiter“ und hofft auf eine gute Entwicklung. Beide Seiten haben die Hoffnung, dass sich alles positiv entwickeln wird. Die Probezeit ist vorbei. Nach einem Jahr hat man sich arrangiert. Keiner ist wirklich glücklich. So geht es Jahr für Jahr. Das Desaster nimmt seinen Lauf.

 

Achtsamkeit!

Ich habe beobachtet, dass es niemals besser wird. Dennoch ist eine Entscheidung zur Trennung höchst schwierig. Also habe ich ganz nach meinem Stil eine Methodik entwickelt:
In den ersten Tagen und Wochen der Zusammenarbeit beobachte ich den neuen Mitarbeiter sehr genau und stelle mir genau folgende Fragen:

Verblüfft?
Sehe ich im Verhalten und in den Ergebnissen mehr Ausrufezeichen als Fragezeichen, dann ist das zunächst ein ausgezeichnetes Signal.

Bissfaktor?
Wie steht es mit der Lernbereitschaft?
Lernt ein Mitarbeiter nicht nur am Projekt, sondern bessert er / sie die Notwendigkeiten aus eigenem Antrieb und Interesse intensiv auch außerhalb der Arbeitszeit nach, dann sprechen wir bei Design Tech von einem großen „Bissfaktor“.

 

Entweder es ist ein klares JA – oder es ist ein NEIN

Meine Entscheidungs-Regel lautet: entweder ich sehe ein klares JA oder es ist ein NEIN. Dazu muss der Bissfaktor stimmen und die Ausrufezeichen müssen eindeutig in Überzahl sein. Dann steht die Ampel auf Grün und er / sie bekommt ein klares JA. Jetzt kann er / sie ein festes Design Tech-Mitglied werden.

 

„Zweifel“ ist kein Ratgeber

Entweder es ist ein klares JA oder es ist ein NEIN. Jeder bei Design Tech kennt diese Methodik der Klarheit, die ich nicht nur im Geschäft konsequent anwende.
Bei der Wahl des Urlaubsortes, beim Kauf einer Aktie, und auch bei super-weitreichenden Themen. Es funktioniert überall, auch bei der Partner- und Berufswahl.

 

 

Jürgen R. Schmid

Design Tech

www.designtech.eu

1Kommentar
  • Rainer Bach
    Veröffentlicht um 07:54h, 28 September Antworten

    Klasse Methode, bedeutet aber auch Disziplin und Konsequenz beim Einhalten derselben… 😉
    Herzliche Grüße
    Rainer Bach

Senden Sie einen Kommentar.