Die Konsequenz der „halben Sachen“

Jährlich haben wir jede Menge interessanter Anfragen von Industrieunternehmen. Im Vorgespräch ist es mir wichtig, soviel wie möglich über das Vorhaben des Unternehmers zu erfahren, um mir ein Bild zu machen, was mein Team und ich zum Gelingen und zum Erfolg des Projektes beitragen kann. Denn bevor ich ein Projekt annehme, brauche ich ein eindeutiges und sicheres Gefühl dafür, ob das angedachte Projekt im Grundsatz erfolgreich werden kann.


halbe Sachen sind wertlos

 

Ich möchte nur mit erfolgreichen Projekten in Verbindung gebracht werden

Ein intensives Gespräch mit einem Maschinenbauer ist mir gut in Erinnerung. Er war sofort Feuer und Flamme und überzeugt, dass mein gedanklicher Ansatzpunkt weit interessanter ist, als er erwartet hatte. Dabei ging es nicht nur um das anfängliche Vorhaben, die Maschinenreihe „aufzuhübschen“, sondern um präzise Maßnahmen, die zuverlässig einen zusätzlichen Erfolg für das Unternehmen bringen.

 

Die Tankfüllung bestimmt die Reichweite

Daraufhin haben wir über die projektrelevanten erforderlichen Ressourcen gesprochen, die benötigt werden und bereitgestellt werden müssen, damit das Vorhaben gelingt. Dabei haben wir sehr schnell festgestellt, dass die Komponente „Zeit“ den entscheidenden Engpass darstellte. Um den angestrebten Termin zu erreichen, hatte mein Gesprächspartner die Vorstellung, das Maßnahmenpaket so abzuspecken, dass wir am Ende wieder bei einem nutzlosen „Aufhübschen“ gelandet wären.

 

Konsequenz hilft garantiert

Im Laufe des Gesprächs habe ich dem Geschäftsführer folgende Idee vorgestellt: Das anstehende Projekt auf herkömmliche Weise rechtzeitig bis zur Messe zu realisieren und parallel meinen erfolgsversprechenden Ansatz vorzubereiten, um ihn beim nächsten Projekt sorgfältig und gewissenhaft zu integrieren und anzuwenden.

 

Erfolg braucht Vorbereitung

Erfolgversprechende Projekte brauchen die Zeit, um alle erforderlichen Ressourcen bereitzustellen. Dann kann die Entwicklung auf Erfolgskurs gebracht werden. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass unser Mitwirken für unseren Kunden nur dann wirtschaftlichen Nutzen stiftet, wenn wir unserem individuell abgestimmten Prozess ohne Abweichung folgen. Halbe Sachen sind für jedes Unternehmen nutzlos, oder sogar schädlich und gefährlich – für die zukünftigen Vorhaben. Denn halbe Sachen sind wie ein Anker, der den geplanten späteren Aufbruch blockiert und schließlich ganz verhindert.

 

Auftritt mit Klasse

Genau so, liebe Leser, ist es mit meinen wöchentlichen Inhalten. Wenn ich Ihnen nicht jede Woche einen durchdachten und brauchbaren Beitrag liefern kann, dann ist es konsequent, an der Qualität festzuhalten und dabei den siebentägigen Rhythmus zu verlassen. Wundern Sie sich deshalb nicht, wenn nächste Woche kein neuer Gedanke von mir in Ihrem Email-Postfach liegt.

 

Ihr Jürgen R. Schmid

Weblinks:
www.designtech.eu
www.maschine2020.de
www.werkzeugderzukunft.de


In meinem Buch „Standard ist tödlich“ habe ich diesen Aspekt näher betrachtet.


ISBN 978-3-947572-01-4

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