Ziele geben Richtung

Tagtäglich führe ich Gespräche mit Menschen über Ziele und wie man sie erreichen kann. Als ich 25 Jahre alt war stellte ich fest, dass ich dies in keiner Ausbildungsphase gelernt hatte. Ganz im Gegenteil. Schon früh lernen wir, dass das Erfüllen eigener Träume in die „Wunschecke“ gehört und dass Menschen mit ausgeprägten Wünschen unrealistische Träumer sind. Heute weiß ich: Ziele zu stecken gibt dem eigenen Leben erst eine sinnhafte Richtung. Anhand meiner eigenen Geschichte und ausgewählter Hinweise möchte ich darstellen, wie jeder seine ganz persönlichen Ziele erreichen kann.


Konzentrieren Sie sich nur auf Ihr Wunschergebnis

 

Der erste Designpreis

Bereits als Kind hatte ich den drängenden Wunsch Industrial Designer zu werden. Genau genommen gab es für mich keine Alternative dazu. Erwachsene drängten mich allerdings energisch, etwas „Ordentliches“ zu lernen, das auch meinen schulischen Möglichkeiten entsprach. Ich ließ mich in keinem Augenblick verunsichern und nahm jede Gelegenheit wahr, meine eigenen Designideen zu entwickeln und sie in der Werkstatt meines Vaters zu realisieren. So gewann ich bereits als Elfjähriger meinen ersten Designpreis.

 

Meine Jugendfreunde gingen einen anderen Weg

Mein Weg zum Ziel sollte allerdings noch wesentlich steiler und länger werden, als ich es mir damals ausmalen konnte. Als Jugendlicher bemitleideten mich meine Freunde, die bereits Geld verdienten und  tagelang an Ihrem Motorrad schraubten, wenn sie mich mit meinem Fahrrad sahen oder ich mit dem Bus auf dem Weg zur Schule war. Sie versuchten mich zu überreden, wenigstens durch einen Ferienjob etwas „flüssiger“ zu werden.

 

Die Vorstellung, als Designer arbeiten zu dürfen, beflügelte mich unermesslich

Meine Entschlossenheit war enorm; entschieden blieb ich meiner Linie treu. Und das, obwohl ein ordentliches Gehalt noch lange nicht in Sicht war. Allein die Vorstellung, irgendwann als Designer arbeiten zu dürfen, ließ mich nach den Sternen greifen. Sie gab mir die kreative Kraft und Ausdauer, nur jene Dinge zu tun, die mich in meinem Vorhaben voran brachten. Dazu gehörte Zeichnen zu üben, Fachbücher zu lesen, Museen zu besuchen und mich mit Menschen zu treffen, die Ihren eigenen Traum verfolgten.

 

Der Aufstieg einer weitere Dimension: Mein Designunternehmen

Nachdem ich alle Hürden – auch mit viel Glück – gemeistert hatte, begann ich mit dem Studium für Industrial Design in Schwäbisch Gmünd. Bald fasste ich einen neuen Entschluss: Bereits im 4. Semester nahm ich mir vor, nach zwei Jahren Praxis ein Designunternehmen zu gründen. Allerdings geriet dieses Vorhaben während meines weiteren Studiums und meiner Anfangszeit im Angestelltenverhältnis vollständig in Vergessenheit. Dennoch gab ich zu jeder Zeit mein Bestes, immer mit dem Ziel vor Augen, erfolgreiche Produkte zu gestalten.

 

Die Strahlkraft des Anfangs

Die Absicht nach einer beruflichen Unabhängigkeit hatte einige Jahre geschlummert. Jetzt fühlte ich mich reif für den nächsten Schritt. Exakt nach zwei Jahren Berufstätigkeit war es dann soweit und ich bezog mein eigenes Büro in bescheidenen, privaten Räumlichkeiten. Zugegeben, es war vom Vermieter als Kinderzimmer vorgesehenen. Diese Einfachheit hatte ihren Charme. Auch, dass ich die ersten Modelle auf dem Balkon lackierte, forderte mein Improvisationstalent in jeder Hinsicht. Als dann der erste Kunde im „Kinderzimmer“ im Besucherstuhl saß, musste ich schmunzeln.

 

Die täglichen Herausforderungen sind mein Antrieb

Das ist nun 32 Jahre her. Einige berufliche Auf und Ab‘s liegen bereits hinter mir. Auch lackiere ich keine Modelle mehr auf dem Balkon. Noch immer gibt es allerdings Menschen, die mich fragen, ob man von der Tätigkeit als Industrial Designer leben kann.

Zu keinem Zeitpunkt hat es mich gestört, dass auch heute noch jeder Tag besondere und unerwartete Herausforderungen mit sich bringt. Ganz im Gegenteil. Ich liebe Herausforderungen. Inzwischen ist es zu meiner Leidenschaft sowie zu einem zentralen Element der Unternehmensausrichtung von Design Tech geworden, in scheinbar unlösbaren Problemen die Chancen zu erkennen.

 

Meine Tipps für den direktesten Weg zum Ziel:

  • Machen Sie sich klar, was Ihre innersten Träume und Wünsche sind.
  • Fixieren Sie diese schriftlich und erspüren Sie den für Sie wichtigsten Wunsch.
  • Formulieren Sie diesen Wunsch nun so präzise wie möglich in Form eines konkretes Ziels.
  • Notieren Sie, warum Sie sich gerade diesen Traum erfüllen möchten. Wenn Sie den richtigen Wunsch gewählt haben, ist Ihr „Warum“ riesengroß und löst bei Ihnen starke Gefühle aus und gibt Ihnen mächtig Vorschub.
  • Denken Sie intensiv darüber nach, welchen – materiellen und immateriellen – Preis Sie dafür bezahlen müssen. Machen Sie nur weiter, wenn Sie in jeder Hinsicht bereit dafür sind.
  • Entwickeln Sie Ideen für alle denkbaren Maßnahmen, die Sie umsetzen wollen, um das Ziel zu erreichen.
  • Setzen Sie jeden Tag etwas aus diesem Maßnahmenkatalog um und verzichten Sie auf alles, was Sie von Ihrem Ziel entfernt.
  • Notieren Sie, woran Sie erkennen können, dass Sie Ihrem Ziel näher kommen.
  • Geben Sie stets Ihr Bestes.
  • Bleiben Sie dabei immer locker und entspannt.

 

Selbst wenn es Ihnen nicht gelingen sollte, Ihr Ziel zu 100 % zu erreichen, sind auch 80 % ein sehr gutes Ergebnis. Auf jeden Fall hat es Sie in die richtige Richtung gebracht. Nehmen wir an, Sie wollen unbedingt einmal nach Rom reisen. Vielleicht kommen Sie nie dort an. Doch auf dem Weg nach Italien treffen Sie die Frau ihres Lebens. Die Konzentration auf Ihr Ziel hat sich dann definitiv gelohnt!

Genau so arbeiten wir auch bei Industrial Design Projekten und beim Maschinendesign. Es gibt nur einen einzigartigen Design Tech spezifischen Unterschied. Wenn wir Rom als Zielpunkt planen, dann kommen wir auch in Rom an! Das ist definitiv das Versprechen an unsere Auftraggeber.

 

Ihr Jürgen R. Schmid

Weblinks:
www.designtech.eu
www.maschine2020.de
www.werkzeugderzukunft.de

 


 

In meinem Buch „Standard ist tödlich“ habe ich diesen Aspekt näher betrachtet.


ISBN 978-3-947572-01-4

 


 

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